Heute großes Halali …

Zum heutigen Stricktreff hat Anneliese Scharfettter ausgemacht dass die 16 Paar Modelstutzen von den Jagdhornbläsern abgeholt werden. Sie war ja die große Organisatorin dieses riesen Strickauftrages. Um 18.00 kamen die Mitglieder der Radstädter Jagdhornbläser, spielten uns einige jagdlichen Stücke, servierten uns neben der guten Bezahlung für die Strickerinnen, Wurstsalat, Semmerl, Wein und Säfte. „Diese Stutzen zu Stricken war keine leichte Aufgabe“, sagte Greti Wieser, außer die Angabe der Beinlänge (von unter dem Knie bis zur Ferse) und der Sohlenlänge gab es keine Informationen. Einige Bläser probierten gleich, jeder Stutzen passte und die Musikanten freuten sich nun einheitlich „bestutzt“ auftreten zu können. (Annelieses Scharfetter 1 Paar, Greti Wieser 2 Paare, Waltraud Steiner 1 Paar, Theresia Thurner 2 Paare, Hilda Grünwald 2 Paare, Anna Pernhofer 1 Paar, Theresia Rettenwender 2 Paare, Anna Rettenwender 3 Paare).

Davor besuchte uns, Brigitte König, die junge Bäuerin vom Königshof in Eben/Pg. Sie übernahm vor vier Jahren den elterlichen Bauernhof. Die Wirtschaft mit den Kühen war ihr zu arbeitsintensiv, deshalb suchte sie nach Alternativen. Die fand sie in der Zucht von Alpakas. 2009 begann sie mit zwei Muttertieren, heute hat sie neun und erwartet für dieses Jahr drei bis vier Junge. Die Wolle der Alpakas lässt sie nach der Schur (ca. 4 kg 1x pro Jahr) von einem kleinen Unternehmen in Deutschland waschen, kardieren und verspinnen. Wichtig ist ihr, dass die Wollen nicht vermischt werden, jedes Alpaka hat ihre ganz eigen Wollqualität und Farbe. Die Wolle verkauft sie derzeit über Mundpropaganda. Stress kennt die junge Frau nicht, die neben einem großen Gemüsegarten, Obstgarten auch noch drei kleine Kinder hat. Das jüngste, Amy, drei Monate, hatte sie mit. Stress kennst sie deshalb nicht, so erklärte sie, denn sie mache nur was ihr Freude macht. Die Arbeit mit den Alpakas sei so unaufwändig, die Tiere sehr genügsam und unkompliziert. Sie leben das ganze Jahr im Freien, mit einem Unterstand. Das Gras wird nur einmal gemäht, alle Gräser dürfen blühen. Neben Familie, Alpakas und Garten hat Brigitte noch viele Pläne: einen Hofladen möchte sie gerne und eine Ausbildung plant sie: Alpakas können in der Ergotherapie, ähnlich wie in der Delphin Therapie eingesetzt werden. Das Engagement und die Freude mit der Brigitte ihre Alpakas und Arbeit am Hof vorstellte war sehr beeindrucken und überzeugend. Im Herbst werden wir ihr einen Besuch abstatten. http://www.koenigshof-alpaca.at

Auch das erste Drittel der Wollkugel stellen wir allen vor. Die Frauen staunten nicht schlecht wie fleißig wir vor zwei Wochen unter Anleitung von Josef Baier arbeiteten. Erst jetzt wurde vielen bewusst , wie komplex das Strickprojekt eigentlich ist. Voller Freude warten wir auf Anfang Mai, wenn wir bei schönem Wetter die Kugel finalisieren und am Stadtplatz aufstellen werden. Heute war es wirklich sehr intensiv und ereignisreich!

Euer Woll-Lust-Strickteam

Ohne Fleiß kein Preis, Kugelaufbau Teil I

Am Mittwoch kam Josef Baier, bepackt mit Handwerkszeug wie Bohrmaschine, verschiedenste Zangen, Schraubstock und Arbeitsmaterialien wie perfekt berechnete und von Hand geschmiedete Verbindungselemente und abgemessene Drahtstücke. Dass mit unseren Strickrohlingen erst ein Teil der Arbeit getan war, war uns schon bewusst, was uns aber gestern Früh dann erwartete, war dennoch eine Überraschung. Zum Glück waren einige Strickfrauen gleich in der Früh erreichbar und bereit zum Arbeitseinsatz. Auch Sepp konnte sich Zeit nehmen. In Windeseile richteten wir im Gardekeller eine „Arbeitsstraße“ ein. Angelika und Anna Burger konnten schon am Vormittag kommen, ab Mittag waren dann noch Traudi und Waltraud zur Stelle und zu guter Letzt kamen uns noch Anneliese Haag und Linde am Nachmittag zu Hilfe. Es kam zu einem echter Arbeitseinsatz, hier wurde gebohrt, Draht geschnitten, mit den Zangen gebogen, eingefädelt, montiert verschraubt, viel gelacht, …. Jeder der 270 Wollrohlinge musste noch stabilisiert werden um Zug-und Druckkräfte ausgleichen zu können. Da waren unzählige Handgriffe nötig, zum Schluss gab es blutige Fingerspitzen. Zuerst dachten wir noch es gibt ganz verantwortungsvolle Aufgaben, die sich im Gesamten als Fehlerquelle entpuppen könnte – solche Aufgaben wie das Anbohren jeder einzelnen Flasche wollten wir lieber Josef überlassen. Nach einiger Zeit gab es aber keinen „Job“ mehr, der nicht von uns Frauen erledigt wurde. Josef konzentrierte sich auf das Zusammenbauen. Die Verbindungselemente waren bedingt, durch ein kompliziertes Berechnungssystem alle unterschiedlich. Hier durfte nichts durcheinander gebracht werden und Anhand seines Planes fing Josef mit dem Aufbau an. Die Überraschung und Freude war groß als der erste „Wollsterne“ sichtbar wurden. Zu guter Letzt schafften wir es an diesem Tag alle Flaschen für den Aufbau fertig vorzubereiten und den Wollkugel-Oberteil (1/3 der gesamten Kugel) zusammenzubauen. Nach getaner Arbeit waren wir schon sehr stolz und entspannten uns bei einem guten Rotwein. Im Mai wird dann die komplette Wollkugel aufgebaut, wir halten euch auf dem laufenden, euer Woll-Lust-Strickteam

Und immer wieder Modelstutzen ….

Noch sind nicht alle fertig mit den Stutzen für die Jagdhornbläser, am 23. April werden wir sie präsentieren, da werden sie dann auch von den Bläsern abgeholt.

Heute gab es Modelstutzen in allen Variationen zu bewundern. Hilde ist Expertin für die „Mariazeller-Stutzen“ mit grünem Rand und Umschlag, Anna Pernhofer strickt feine naturweiße Stutzen, hat sich aber was „Leichteres“ für den Stricknachmittag mitgenommen.

Für ihren Enkel Moritz zur Erstkommunion strickt Anneliese Haag Modelstutzen aus feinem naturweißen Garn. Mit Nani, unserer Modelexpertin diskutiert sie noch die Musterfolge. Viel musste sie üben, sagte sie und lang habe sie gebraucht bis sie die Muster erlernte, jetzt hätte sie eine echte Freude damit. Im Übrigen würde sie am liebsten mit Zwirn stricken, so ganz fein, dass liebt sie. Nanis Wissen über Musterkombinationen ist immer wieder beeindruckend,  sie strickt mit Adleraugen, in Wirklichkeit aber strickt sie die Muster schon im Schlaf.

Anna Burger plagt sich den ganzen Nachmittag mit einem Muster, am Abend war es dann so weit, „ich würd am liebsten gar nicht mehr aufhören“ sagte sie, so lustig sei es wenn man es kann.

Anna Pernhofer brachte heute vom Königshof Alpacawolle mit, wunderbar weich und schön verarbeitet. Für alle war es neu, dass diese schöne Wolle von einer Familie in Eben hergestellt wird, die auf ihren Hof Alpacas halten. Nächstes mal werden wir mehr darüber erfahren.

Monika hat wieder Süßes für Ostern und die Enkelkinder gehäkelt. Neu war heute Marianne bei uns, sie wolle ein Modell für einen schicken Schlauchschal, natürlich wusste Renate Rat.

Demnächst werden wir verschiedene Modelle und entsprechende Strickanleitungen auf unserem Blog vorstellen, natürlich auch die Anleitung der Bumerangferse.

Am Dienstag kommt Josef Baier zum Probeaufbau unserer Woll-Kugel. Darüber gibt es dann den nächsten Bericht.

Euer Woll-Lust-Stickteam