Ikosaeder wer kennt denn das?

Freitagabend lieferte Helfried mit einem Fahrzeug der Fa. Oberhofer das Stahlgerüst für unsere Wollkugel. Helfried, technisch sehr versiert und Sepp, der Praktiker, begannen abends noch mit den Vorarbeiten und stellten rasch fest, dass der Aufbau einiges an Herausforderungen zu bieten haben wird. Es wurde klar, Josef Baier muss kommen, auch Stefan (Mitterwallner) als erfahrener Mathematiker wurde noch dazu geholt. Die Stahlform, bzw. auch unsere Woll-Kugel wurde von Josef Baier nach den mathematischen Formeln eines IKOSAEDER entwickelt (Das Ikosaeder ist ein Polyeder, genauer: einer der fünf platonischen Körper: mit zwanzig gleichseitigen Dreiecken als Flächen dreißig Kanten und zwölf Ecken, in denen jeweils fünf Flächen zusammentreffen, Wikipedia). Also eine große technische Herausforderung stand den vier Experten bevor. Ausgerüstet mit Gewindestangen, Werkzeugkoffer, Flex, Leitern und Verlängerungskabeln begann der Arbeitstag. Zwischen Schneestecken, und Gerätschaften des Gemeindebauhofes fanden wir einen guten Arbeits-Platz. Um halb 10 Uhr heute Vormittag, begannen die Vier mit dem Aufbau. Mittels spektakulärem Seilzuges, (um nicht zu sagen kriminellen) wurde die noch erhalten geblieben Halbkugel auf das Stahlgerüst gehievt.

Dann mussten alle fünfeckigen Sterne mit einer Gewindestange verbunden werden, dazwischen kamen die Sechseckigen. Für ein Mittagessen nahmen sich die Vier keine Zeit, Sepp holte beim Spar Leberkäs-Semmerl und Getränke. Erst nach dem Essen entspannte sich die Lage etwas.
Anneliese Scharfetter schaute schon am Vormittag einmal vorbei und kündigte Kaffee und Käsesahnetorte an. Mit Margit Steiner und Waltraud Steiner kam sie dann gegen drei Uhr. Nach einer köstlichen Kaffee- und Tortenpause halfen die drei noch tatkräftig mit. Es galt Spannungen auszugleichen, Schrauben zu lockern oder nachzuziehen und Flaschen auszutauschen. Es war ein harter Arbeitstag und ohne die engagierte Hilfe von Helfried, Stefan und Sepp wäre der Kugelaufbau in so kurzer Zeit sicher nicht möglich gewesen.

Um 18 Uhr waren wir fertig. Die Wollkugel schaukelt nun sanft auf einem 5-Eck. Morgen Abend soll der Transport auf den Stadtplatz sein. Bis dahin haben wir eine Nacht ohne Sorge, denn die Wollkugel steht gut geschützt im versperrten Radstädter Gemeindebauhof.

Euer Woll-Lust-Team

Ein Gedanke zu „Ikosaeder wer kennt denn das?

  1. Eine Ode an dieses Projekt:
    „Die Wollkugel“
    Was trotzet dem Regen, dem Sturm und dem Wind?
    Der Ikosaeder, den kennt jedes Kind.
    Das Kunstwerk verspannt nun das Seil und der Stahl,
    die Helfer verspeisen ein Semmerl als Mahl.

    Die Kugel, sie schaukelt nun sanft durch die Nacht?
    S’ist morgen am Stadtplatz, das waer doch gelacht!

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