Wanderung zur Tauernkarleiten-Alm

Pünktlich wie vereinbart trafen wir uns heute (27 Frauen!!!) um halb 9 Uhr früh am Garde-Parkplatz.

Einige ließen sich vom schlechten Wetterbericht abschrecken und kamen in Wanderkleidung, die meisten aber trotzten diesem und kamen im Dirndlgwand. Längst wissen wir schon, dass bei Föhn das Schlechtwetter immer mit Verzögerung kommt.

Und so starteten wir als bunte Schar in bester Laune um ca. 9 Uhr von der Vordergnaden Alm.

Trixi, Elfi und Erika wollten einen neuen Streckenrekord aufstellen und preschten davon. Alle anderen nahmen es etwas gemütlicher, naschten Erdbeeren am Wegrand und hatten nach der fast 6 wöchigen Strickpause viel zu reden.

Bei der ersten Rast hatten wir eine unbekannte Wanderin in unserer Runde. Nein! Es war Anneliese Scharfetter, die mit großem Gelächter eine sensationelle Brille, passend zu ihrem blitzblauen T-Shirt, trug. Linde sorgte für Heiterkeit mit ihrem „Baby-Flachmann“. Leider hatte sie den Fingerhut vergessen und so konnten nur ein paar am Flachmann-Baby „zuzeln“. Kurz vor dem Ziel fing es dann doch noch an zu tröpfeln. Wetterfeste Frauen gingen einfach weiter, die eleganten packten ihre Regenschirme aus und die praktischen zogen den Regenschutz über.

Oben angekommen mussten Michi und Veronika, die Hüttenleute, ihre Stube ein bisschen ausräumen und in der Rauchkuchel noch einen Tisch für uns aufstellen. So viele „Almerer“ gleichzeitig sind auch nicht alltäglich. Uns machte das nichts aus, die Stube war warm eingeheizt, Angelika und Margit thronten auf dem Bett und in der Rauchkuchel saßen wir am warmen Ofen. Zu Essen gab es reichlich, Almjause, Kasjause, köstliche Kaspressknödel, Buttermilch mit Preiselbeern und zum Abschluss Kaffee mit wahlweise Veronikas köstlichen Germkrapfen mit Marmelade oder Topfenschnitten, sowie Michis legendären Apfelstrudel.

Dazwischen wurde gesungen und musiziert. Begleitete uns doch wieder Hiasi mit der Ziehharmonika.

Dieses Mal war Maria Gotthart nicht zu überbieten. Anlässlich der Taufe ihres Enkelsohnes wollte sie für die Enkeltochter noch Zwirnsöckchen stricken. Bei Kerzenlicht in der finsteren Stube zeigte und erklärte ihr Anneliese Haag das feine Muster.

Die dicken Regenwolken hinter Glöcknerin und Pleißlingkeil verzogen sich und die Sonne kam heraus. So konnten wir uns noch zum gemeinsamen Singen vor die Hütte, mit Blick auf Bärenstaffel und Steinfeldspitz, setzen. Um 14 Uhr, bei leichtem Sonnenschein, wanderten wir wieder ins Tal.

Alle waren wir uns einig, es war wieder ein wunderbarer Wandertag.