Zerstörungsalarm am Stadtplatz

Wieder einmal gab es am Montagmorgen einen alarmierend Anruf eines umsichtigen Mitarbeiters des Radstädter Bauhofes: an der Woll-Kugel hängen die Flaschen herunter, einige schwimmen sogar im Wasser – wir sollten kommen, das schaut gar nicht gut aus …
Schon seltsam, dass nach Festen in der Stadt immer wieder Jemand Lust am Zerstören findet. Schade dass auch unsere schöne bunte Woll -Kugel da nicht unbeschadet bleibt.
Der Bäcker Sepp erzählte uns, dass am Kindertag Eltern die Kinder auf unserer Woll-Kugel herumturnen ließen, mehrmals sei er hinausgegangen und hätte darauf hingewiesen dass dies kein Turngerät sei. Seine Tochter Karin hätte dann die Wollflaschen die nicht nur im Wasser lagen sondern weitherum zusammen getragen.
Zum Glück sind wir schon „Reparaturprofis“, dennoch Arbeit war es genug. Tatsächlich waren an die 15 Flaschen herausgerissen (auch die Verschlüsse waren kaputt), und sicher weitere 15 hingen traurig herunter.
Zuhause trockneten wir die nassen Wollflaschen. Gut dass Waltraud so viele Mineralwasserflaschen gesammelt hat, so konnten wir auf diese Reserve zurückgreifen, die Wollschläuche von den kaputten herunterschneiden und die Neuen damit überziehen.
Sepp hatte viel Arbeit mit der Neu-Montage, schraubte er an einem Ende dann wurde es am anderen Ende locker oder gespannt. Dennoch erfreulich wie viele Radstadt-Besucher bei der Kugel stehen bleiben, fotografieren, nachfragen. Wir informieren und verteilen unsere schöne Postkarte.
Zu guter Letzt schafften wir es aber wieder nach einem Tag Arbeit die Wollkugel wieder fast unversehrt zu präsentieren.
Liebe Grüße
Euer Woll-Lust-Team

Großer Besucherandrang am Tag der Volkskulturen

Schon die morgendliche Fahrt nach Salzburg, an diesem strahlend schönen Tag vorbei am Hagengebirge und der Festung Hohen Werfen, sei ein großartiger Start gewesen, meinte Waltraud. Der Tag sollte hochsommerlich heiß werden. Und so hatten es unsere Frauen, Waltraud, Greti, Anna, Renate und Anneliese mit ihrem Standplatz im Stiegenhaus der Universitäts Aula sehr gut getroffen. Hier war praktisch eine kleine Oase und die vielen BesucherInnen konnten sich beim Betrachten der ausgewählten und großartigen Strickerein etwas erholen.
Modlstutzen, Trachtenjacken, Schultertücher, Teddybären, Patscherl, Mustervorlagen und vieles mehr gab es zu bestaunen.
Riesig war das Interesse und die Nachfrage, nicht nur Lucia Luidold, Referatsleiterin der Abteilung Salzburger Volkskultur schaute vorbei auch der langjährige Fan und Besitzer von Waltrauds Modlstutzen Toni Huber, besuchte unsere Frauen Runde.
Zum Schluss gab es für unsere Meisterstrickerinnen noch was Neues – Dirndl-Bua-Stutzen, das kannten sie auch noch nicht.
Euer Woll-Lust Team

Fest der Salzburger Volkskulturen 8. – 10.Juni 2016

Zum wiederholten Male veranstaltet das Land Salzburg mit der Abteilung Volk.kultur ein Festwochenende für alle Volkskulturen.
Der Sonntag steht ganz im Zeichen der Salzburger Bräuche und Traditionen. Nach dem Festeinzug und Festmesse präsentieren die Salzburger Heimatvereine Bräuche, Handwerk und Traditionen im Festspielbezirk.
Die Frauen der Radstädter Woll-Lust Gruppe werden ihre Strickkünste vorstellen. Zu finden sind sie ab 11.00 im Glasanbau der Universitätaula wo alles rund um die Tracht präsentiert wird.
Unsere Expertinnen Waltraud Steiner, Greti Wieser, Renate Holzmann, Anna Pernhofer und Anneliese Brüggler zeigen alle Schwierigkeiten rund um das Modlstricken, ob für Stutzen, Jacken, Bauernjancker oder Trachtenjacken.
Euer Woll-Lust Team

Im Schleier des Johannes Wasserfall

Wie bereits am Montag beschrieben wagten sich vier mutige Frauen, Angelika, Anna, Eva und Klaudia, den rutschige und gatschigen, schmalen Steig entlang bis zum Wasserfall. Es gibt einen „Rundweg“, der quasi durch den Wasserfall führt und die Möglichkeit bietet über eine steile Stiege hinauf, auf die Tauernstraße zu gelangen. Dieser Weg, hinter den Wasserfall eröffnet sensationelle Ein- und Ausblicke.
Die Vier „Schneidigen“ schickten noch spektakuläre Bilder, die unbedingt gesehen werden sollten. Erst hier werden die steilen Felsabbrüche und die Mächtigkeit des Wasserfalles als grandioses Naturschauspiel, richtig sichtbar.

Auch Herr und Frau Tiemann, die wir am Schluss unserer Wanderung trafen, und so restlos begeistert über unser fröhliches Erscheinungsbild waren, schickten noch ein Foto.

Verehrte Damen der Strickgruppe „Woll-Lust“,
herzlichen Dank für die Gelegenheit, am 04. Juli im Gnadental einen Tag vor unserem 34. Hochzeitstag dieses schöne Foto machen zu dürfen. Als kleine Erinnerung auch ein Bild vom zugereisten „Kärntner Paar“. In vier Jahren wollen wir als Pensionisten ohnehin überwiegend im schönen Österreich leben. Weiterhin alles Gute für diese tolle Gruppe!
Vielleicht gibt es ja irgendwann einmal ein Wiedersehen!? Viele liebe Grüße aus Osnabrück von Herbert und Elizabeth Tielmann“

Euer Woll-Lust-Team

Sommerwanderung zum Johannes Wasserfall auf der Gnadenalm in Untertauern

Bei perfektem Wanderwetter, nicht zu heiß, sicher regenfrei und mit sonnigen Abschnitten, starteten wir heute um halb neun Uhr gut gelaunt in Radstadt. Waltraud hatte zwei Frauen aus der Ebener Strickgruppen mit, Linde und Hilde stiegen am Weg nach Untertauern zu, Eva und ihre Schwester Klaudia aus Grundlsee hatten auch Zeit und Sieglinde aus Altenmarkt war auch wieder einmal mit dabei. So wanderten wir von Vordergnaden Richtung Johannes Wasserfall über neu angelegten Wanderpfad durch die Almwiesen.
Es gibt wohl keinen schöneren Anblick als 24 Frauen in ihren bunten Dirndlkleidern durch die Almlandschaft gehen zu sehen! Lediglich das Almvieh macht uns manchmal Konkurrenz. Vor Hintergnaden wenden wir uns nach rechts über eine kleine Brücke, vorbei an schön alten Ahornbäumen Richtung Wasserfall. Hier spürt man nach kurzem Anstieg den frischen Wind des Wasserfalles und je näher man kommt auch den feinen Sprühregen. Nicht allen ist der Zustieg ganz geheuer, durch den vielen Regen ist es rutschig, nur Eva, Klaudia, Anna und Angelika gehen hinter den Wasserfall. Alle anderen halten respektvoll Abstand und genießen die Mächtigkeit des Wasserssturzes aus der Distanz.
Der Weg führt uns wieder zurück nach Hintergnaden, hier sind wir auf der Gschwendthof Alm zur Jause angemeldet. Wie so oft auf unseren Wanderungen kommen Hias und Rosi mit dem Auto nach, wegen der Ziehharmonika. Nettes Musizieren, Singen und wie immer auch das Lösen von Strickproblemen erleichtern uns die doch etwas lange Wartezeit auf die Almjause. Groß, schön und köstlich wird dann aufgetragen, selbstgemachter Almkäse in vielen Varianten, Speck, Kaspreßknödel, der Appetit ist groß und der Almbauer kommt dann noch mit Zirbenschnaps.
Gut gestärkt machen wir uns auf den Rückweg nach Vordergnaden. Dort treffen wir noch ein Wanderer aus den Philippinen, die von unser Schönheit ganz hingerissen sind.
Nun geht’s noch nach Radstadt ins neuen Cafe am Stadtteich zu Kaffee und Eis.
Wie jedes Jahr sind wir nach so einer schönen Wanderung glücklich und verabschieden uns in die Sommerpause.
Euer Woll-Lust Team.